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Anlagestrategien im Fokus

In der Literatur findet man sehr viele verschiedene methodische Ansätze für Anlagestrategien vor allem mit dem Ziel eine Mehrrendite gegenüber der Benchmark – in der Regel dem Index – zu erzielen.

Einige wesentliche werden hier aufgeführt:

  • Dividendenstrategie: Der Anleger wählt regelmäßig die Aktien eines aus einem Index aus, die die höchste Dividendenrendite ausweisen.
  • Trendumkehrstrategie: Aktien, die im vergangenen Kalenderjahr am stärksten gesunken sind, werden mit der Erwartung einer Trendumkehr gekauft.
  • Gegenteilige Strategie (Trendfolge): die Anleger wählen die Aktien, die in der Vergangenheit am stärksten gestiegen sind mit der Erwartung, dass der Trend anhält.

  • Stockpicking nach der Fundamentalanalyse: mit Auswertung betriebs-wirtschaftlicher Daten sollen Wertpapiere identifiziert werden, die unter – bzw. überbewertet sind.
  • Stockpicking nach der Technischen Analyse: analog nur über Interpretation von Chartmustern.
  • Market-Timing: Es wird versucht, den günstigsten Kauf- oder Verkaufs-zeitpunkt von Wertpapieren vorauszusehen. Da es jedoch im Grunde nicht exakt bestimmbar ist, werden beispielsweise Käufe oder Verkäufe gestaffelt vorgenommen. Eine spezielle Variante von Market -Timing ist die Anwendung der Börsenregel „Sell in Mai and go away“ (Aktienkurse sind zwischen Mai und September häufig schwächer als von Oktober bis April.)
  • Indexing: Ansatz von Anlegern, die von der Theorie des effizienten Marktes überzeugt sind. Das bedeutet unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und Risiko kann systematisch und dauerhaft keine Überrendite gegenüber der durchschnittlichen Marktrendite erzielt werden. Deshalb werden grundsätzlich passive Investments in Indizes vorgenommen, überwiegend mit Indexfonds oder ETFs (börsengehandelte Fonds) oder Indexzertifikaten. Zur zusätzlichen Risikominderung wird in verschiedene Assetklassen diversifiziert. Der prozentuale Anteil der verschiedenen Assetklassen im Portfolio hängt wiederum von mehreren Faktoren ab. Ein wesentlicher Faktor dabei ist der Anlagehorizont.
  • Buy and Hold – Strategie: Sie ist das Gegenteil zum aktiven Trading. Einmal gekaufte Wertpapiere werden langfristig, mindestens 10 Jahre – in der Regel länger gehalten.
  • Ein Mix genannter Strategien.

Hinweis: Der Überblick dient zur Ausgangsinformation. Die Aufzählung ist nicht umfassend und stellt keine Anlageempfehlung dar. Welche Strategie ein Anleger wählen sollte, ist eine nicht ganz leichte Entscheidung. Für jede dieser Anlagenstrategien wird eine Reihe weiterführender Literatur angeboten. Ein Nachweis jedoch, dass einer der aktiven Anlagestrategien unter Einbezug aller Kosten l a n g f r i s t i g  einen vergleichbaren Index schlägt, ist bisher nicht erbracht – vorausgesetzt, es werden Äpfel mit Äpfeln verglichen.

Nachtrag:

Eine Strategie sein Geld zu vermehren kann auch sein, sein Geld in Kunst zu investieren. Wenn man die richtigen Objekte gekauft hat, gab es in den letzten Jahren enorme Wertzuwächse.

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