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Wissenswerte Informationen zur Existenzgründung

Allgemeines für Existenzgründer

Eine Existenzgründung ist die Umsetzung einer selbstständigen Tätigkeit im Kontext der Gründung eines Unternehmens. Sie findet entweder als Alternative zu einem Arbeitsverhältnis in Festanstellung oder zusätzlich im Sinne eines Nebenerwerbs statt. Die Existenzgründung erfolgt durch die Anmeldung eines Gewerbes beim Gewerbeamt. Personen, die als Selbstständige in einem freien Beruf tätig werden möchten, unterliegen nicht der Gewerbeordnung und müssen sich entsprechend bei ihrem zuständigen Finanzamt anmelden.

Staatliche Förderung

Eine staatliche Förderung unterstützt den Existenzgründer bei der Realisierung seines Vorhabens. Um in den Genuss zu kommen, muss eine detailliert ausgearbeitete Planung der Geschäftsidee vorliegen. Ein kostenloser Businessplan bietet als Vorlage Anhaltspunkte für das Erstellen einer umfassenden Konzeption. Anhand verschiedener Module, darunter die Form des Unternehmens, Branche und Standort, eventuell geplantes Personal und dessen Aufgaben werden die inhaltlichen Bereiche des Unternehmens dargestellt. Es gilt zu berücksichtigen, dass ein Businessplan im Wesentlichen Orientierungshilfe zur Strukturierung der Geschäftsidee bietet. Hinsichtlich der spezifischen Details sollte, insbesondere bei umsatzrelevanten Gründungen, zusätzlich eine ausführliche Beratung, beispielsweise durch einen Unternehmensberater, in Anspruch genommen werden, um auf der sicheren Seite zu sein.

bueroDer Businessplan

Generell ist nicht nur die Schlüssigkeit des Businessplans zu klären, sondern auch die grundsätzliche Frage, ob die Geschäftsidee am Markt erfolgreich sein kann. Eine Marktanalyse hilft, die Erfolgsaussichten im Vorhinein einzuschätzen.

Eine bekannte staatliche Förderung wird durch die Agentur für Arbeit ermöglicht. Im Anschluss an die Leistungen von ALG 1 bietet die Agentur für den Zeitraum von neun Monaten einen sogenannten Gründungszuschuss, der in gleicher Höhe wie die bisherigen Leistungen gewährt wird. Für den Personenkreis, der vor der Existenzgründung Leistungen gemäß ALG 2 bezogen hat, steht ein Zuschuss von mindestens 50 Prozent der bisherigen Leistungen für den Zeitraum von wenigstens sechs Monaten zur Verfügung. Für beide Zuschüsse ist eine Stellungnahme von fachkundiger Seite im Sinne eines Gutachtens vorzulegen, aus der hervorgeht, dass zukünftig der Lebensunterhalt mit der Geschäftsidee bestritten werden kann.

Existenzgründer, die im Anschluss an eine Festanstellung in die Selbstständigkeit wechseln möchten, sind mit der KfW Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gut beraten. Das Kreditinstitut untersteht der Beaufsichtigung durch das Bundesfinanzministerium und bietet eine staatliche Förderung in Form eines Startgeldes für neu einzurichtende Unternehmen. Das Darlehen ist zweckgebunden und dient der Anschaffung der benötigten Ausstattung und betrieblichen Mittel. Die Förderung durch die KfW Bank wird sowohl für Vollzeitunternehmen als auch für nebenberufliche Existenzgründungen gewährt, sofern für diese eine mindestens fünfzehnstündige wöchentliche Arbeitszeit investiert wird.

Lesen Sie in diesem Artikel die 7 Schritte zur Existenzgründung

Als finanzielle Absicherung wird für Existenzgründer der Abschluss einer Lebensversicherung empfohlen. Darüber hinaus gehören mindestens die Krankenversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und die Betriebshaftpflichtversicherung zu den unabdingbaren Absicherungen.

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