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Fonds

Neben den Direktinvestments in Aktien sind auch Fonds für Privatanleger eine Möglichkeit für Investments in einen breiten Markt. Die Auswahl ist riesig. Viele tausend Fonds werden allein in Deutschland sowohl an den Börsen als auch von den Fondsgesellschaften selbst zum Kauf angeboten. Große und bekannte Fondsgesellschaften aus Deutschland sind beispielsweise DWS, DIT, Deka und Union Investments.

Ein Merkmal von Fonds ist, sie stellen Sondervermögen dar. Würde also eine Fondsgesellschaft in Insolvenz gehen, blieben die Fonds erhalten, weil sie als Sondervermögen strikt vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt sind. Ein großer Vorteil für Kleinsparer sind die Sparplanmöglichkeiten. Mehr als die Hälfte der Fonds sind sparplanfähig. Es kann regelmäßig ein kleiner Betrag, beispielsweise 50 Euro monatlich, in einen Fonds eingezahlt werden.

 

Fonds können nach verschiedenen Gesichtspunkten klassifiziert werden:

    1. aktive und passive Fonds: Aktive Fonds streben mit den unterschiedlichsten ausgeklügelten Anlagestrategien eine Überrendite gegenüber einem Referenzindex an. Bei passiven Fonds muss aufgrund der Passivität kein teures Managementteam für Stockpicking finanziert werden. In der Regel werden mit der Buy-and-Hold – Strategie auf verschiedene Indizes gesetzt. Dabei wird auf eine möglichst geringe Korrelation geachtet. Bekannte Indizes sind der Deutsche Aktienindex (DAX), Dow Jones Index, Morgan-Stanley-Capital-International (MSCI)-Indizesfamilie, Nikkei-225-Index oder der deutsche Rentenindex (REX). Insgesamt zählt man tausende verschiedene Wertpapierindizes.

    2. nach inhaltlichem Anlageschwerpunkt: Geldmarktfonds, Aktienfonds, Rentenfonds gemischte Fonds, Immobilienfonds, Rohstofffonds

    3. nach Risikoklasse: Unbestritten ist die Empfehlung, das eigene Risikoprofil zu prüfen und seine Strategie entsprechend auszurichten. Ein Anleger mit höherer Risikotoleranz kann Verluste emotional leichter verarbeiten und umgekehrt. Nachfolgend werden die Hauptrisikoklassen für Fonds aufgeführt, wobei mit zunehmender Klasse das Risiko ansteigt. Steigendes Risiko wird aber auch mit höherer Renditechance honoriert. Wäre es nicht so, würde jeder Anleger selbstverständlich ausschließlich die niedrigen Risikoklassen wählen. Für die prozentuale Verteilung im Portfolio und die Kombination der Klassen sollte die Korrelation ein wesentlicher Aspekt sein.

Risikoklasse 1: Geldmarktfonds Europa, offene Immobilienfonds Deutschland und EU

Risikoklasse 2: Rentenfonds Europa, offene Immobilienfonds außerhalb EU

Risikoklasse 3: Mischfonds, Aktienfonds EU und international, internationale Rentenfonds

Risikoklasse 4: Aktienfonds mit Nebenwerten Europas, Aktienfonds mit Standardwerten außerhalb Europas

Risikoklasse 5: Aktien- und Rentenfonds des Emerging Marktes

  1. nach Ländern, Branchen, Standardwerten oder Nebenwerten, Value- oder Growth-Aktienfonds

Hat man sich einmal für eine bestimmte Streuung seiner Fondsinvestments entschieden, sollte man diese regelmäßige alle ein bis zwei Jahre prüfen und ein so genanntes Rebalancing durchführen. Damit wird die anfängliche Portfoliostruktur wieder hergestellt. Denn durch die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Komponenten verschiebt sich die Gewichtung.

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