Forwarddarlehen

Ein Forwarddarlehen aufzunehmen wird zur Zeit  häufig empfohlen. Aber wem bringt es einen Nutzen und was ist das überhaupt?

Hausbauer, mit einem Kreditvertrag, dessen Zinsbindung  demnächst ausläuft, werden eine Anschlussfinanzierung brauchen. Demnächst umfasst einen Zeitraum von ein bis höchstens fünf Jahren. Bekanntlich sind Zinsen derzeit auf einem historischen Tief, und betroffene Immobilienbesitzer wünschen sich dass es so bleibt. Niemand kann jedoch die Zinsentwicklung auf dem Kreditmarkt voraussehen, schon gar nicht über einen Zeitraum von fünf Jahren. Wer befürchtet, dass die Zinsen wieder ansteigen werden,  kann ein Forwarddarlehen abschließen. Das bedeutet, man sichert sich heute das günstige Zinsniveau auch für die Zukunft, wenn in ein bis fünf Jahren der Altvertrag ausläuft. Ein geringer Aufpreis von ca. 0,12 Prozent pro Jahr späterer Vertragsbeginn ist der Durchschnitt.



Ein Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern lohnt sich: der effektive Zinssatz bei zehnjähriger Zinsbindung schwankt zwischen 4,06 und 4,90 Prozent bei einer Anschlussfinanzierung in einem Jahr, nach drei Jahren Neuvertrag liegt der Zinssatz zwischen 1,31 und 5,18 Prozent laut einer Übersicht der Verbraucherzentralen.  Kann man die bisherige Monatsrate problemlos weiterzahlen, sollte man dies auch im Anschlussvertrag vereinbaren. Durch die inzwischen erreichte höhere Tilgung ist die Immobilie dann schneller schuldenfrei. Bei den derzeit niedrigen Zinsen wählt  man möglichst eine lange Laufzeit für die Zinsbindung, bis zu 15 oder 20 Jahren. Einige Finanzierer bieten Sondertilgungsmöglichkeiten – ein weiterer Vorteil.

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