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Wie versichere ich mein Pedelec (Elektrofahrrad)?

Ist mein Elektrofahrrad – auch bezeichnet als Pedelec – gut versichert?

FahrradfahrerPedelec ist ein nettes Kunstwort, geschöpft aus Pedal Elektric Cycle. Über hohe Zuwachsraten bei Elektrofahrrädern freuen sich die Hersteller, denn nicht nur bei den über 55-Jährigen ist das Elektrofahrrad der Trend. Sie können teilweise bis zu 45 km/h fahren. Da fragt sich der Pedelec-Neuling vielleicht: Darf ich damit auf dem Fahrradweg fahren? Oder ist das Diebstahlrisiko über meine bestehende Fahrradversicherung versichert? Leistet meine Haftpflichtversicherung, wenn ich einen Unfall verursache? Es kann teuer werden.

Versicherungstechnisch unterscheidet man grundsätzlich zwei Kategorien:

Pedelecs mit einer Motorleistung bis 250 Watt – als normale Fahrräder

Der Motor ergänzt die Tretarbeit das Fahrers bis 25 km/h erreicht sind, danach schaltet er sich ab. Er arbeitet auch nur, wenn der Fahrer selbst tritt. Diese limitierte Tretunterstützung ist das entscheidende Merkmal. Das Haftpflichtrisiko ist bei diesem Elektrofahrrad über die klassische Privathaftpflichtversicherung geschützt. Für das Diebstahlrisiko gibt es häufig eine Klausel in der vorhandenen Hausratsversicherung. Allerdings werden besondere Schlösser vorgeschrieben, auch für den Akku.

Pedelecs mit einer Motorleistung bis 500 Watt – gelten als Leichtmofa

Typisch ist, der Motor läuft auch ohne die Tretarbeit-auch bezeichnet als unlimitierte Tretunterstützung. In Teamarbeit mit dem Fahrer schafft es das Bike auf 45 km/h, dann schaltet der Motor ab. Es besteht Kennzeichenpflicht! Wie beim Mofa kauft man ein Versicherungskennzeichen und hat Haftpflichtschutz. Für das Diebstahlrisiko muss eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen werden. Hier steht ebenso im Kleingedruckten, welchen Schutz die Versicherung erwartet.

Es wäre zu schön, könnte man jedes Elektrobike klar eine der beiden Gruppen zuordnen. Es gibt auch Mischformen.

Mischform

Einige Pedelecs der „bis 250 Watt Klasse” haben eine sogenannte Anfahrhilfe. Der Motor leistet bis 6 km/h auch ohne, dass der Fahrer in die Pedale tritt. Hier muss man einfach bei seiner Haftpflichtversicherung anfragen. Stiftung Warentest recherchierte laut Aprilheft 2012 stichprobenweise bei Versicherungen. Gothaer Versicherung, Allianz, Axa, Huk-Coburg, Huk 24, Interrisk und VHV bestätigten die Deckung von Schäden über die Privathaftpflichtversicherung.

Übrigens auf die eingangs gestellte Fahrradwegfrage fällt die Antwort schwer. Das Verkehrsministerium arbeitet an einer Verordnung. Solange würde ich bei Pedelecs, mit „Mofakennzeichen” nicht auf dem Radweg touren.

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