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Passiv anlegen mit ETF – an der Börse gehandelte Indexfonds –

 

Ranglisten über TOP-Fonds findet man immer wieder in Zeitschriften über Geldanlagen. Schaut man die gleichen Listen ein, zweiJahre zuvor an, finden sich jeweils andere Fonds in den TOP 10. Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass niemand, auch kein Finanzexperte,auf Dauer den Vergleichsindex schlägt, um so weniger bezieht man auch die Fondskosten in die Performancebetrachtung ein. Die Enttäuschung sparen sich Anleger mit passiver Ausrichtung ihrer Strategie an Indizies.

Sie kaufen Exchange Tradet Funds (ETFs)

Diese Indexfonds werden fortlaufend an der Börse gehandelt. Hauptmerkmal ist das passive Nachbilden eines möglichst marktbreiten Index. Am breitesten wär ein ETF auf einen weltweiten Index aufgestellt. Doch man sollte sich nicht vom Namen täuschen lassen: Der MSCI World beispielsweise enthält in der regionalen Gewichtung etwa 55 Prozent USA, gut 29 Prozent Europa und ca. 13 Prozent Asien-Pazifik. Ein ETF mit sehr marktbreiter Anlage ist der MSCI ACWI (All Country World Index), WKN: A1JJTC mit einer weltweiten Marktkapitalisierung von 84 Prozent oder der MSCI ACWI IMI (All Country World Investable Market Index), WKN:A1JJTD, mit 98 Prozent Marktkapitalisierung. Beide von State Street zu haben.

 

Gleichwohl gibt es heute leider schon sehr riskante

ETF-Anlagestrategien, nicht mehr vergleichbar mit den klassischen. Daher sollte man sich vor einer Entscheidung genau informieren. Für jedenAnleger gibt es ein Produktinformationsblatt, das Aussagen zum ETF und zum Risiko trifft.

Für Indexfonds sprechen die geringen Kosten: Zum einen liegt die jährliche Verwaltungsgebühr gerade mal zwischen 0,3 Prozent und0,8 Prozent. Und zum anderen fallen für den Erwerb Spesen an.Der Spread, die Geld-Brief-Spannesowie die Ordergebühr des Brokers variieren etwa von 0,04 bis 2,5 Prozent.

Trotz günstiger Kosten hat

sich die Etablierung am Marktin die Länge gezogen, wohl weil die Indexfonds vergleichsweise keine hohe Vermittlungsprovision hergeben. Durch dieimmer größere Nachfrage ist das Angebot jedoch deutlich gestiegen.

Im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt ist ein ETF vergleichbar mit einem aktiv gemanagten Fonds. Er stellt Sondervermögen dar. Bei Insolvenz desEmittenten geht es nicht in die Insolvenzmasse ein.

Für Kleinanleger ideal ist ein Sparplan mit Indexfonds. Neben dem regelmäßigen Direktkauf ander Börse haben auch Online Broker wie comdirekt, Cortal Consors, DAB Bank oder S-Broker schon eine Anzahl an ETF-Sparplänen zu bieten. Bei gleichem Basisindex entscheiden auch die Kosten für die Auswahl des Brokers. Einige Anbieter berechnen einen fixen Betrag und einen geringen prozentualen Anteil von der jeweiligen Sparrate, andere ermitteln einen prozentualen Ausgabeaufschlag auf die Sparrate. Für kleine Raten bis ca. 100 Euro ist Cortal Consors am preiswertesten.

 

Weiterführende Informationen

 findet man im WEB. Ein empfehlenswertes Buch ist „Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs“ von Gerd Kommer, das auch in manchen Bibliotheken zu finden ist.

 

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